DSWV erwartet Wetteinsätze von knapp einer Milliarde Euro zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026
Geschrieben von Elena Koch · 4.10.2026

DSWV erwartet Wetteinsätze von knapp einer Milliarde Euro zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026

Der Deutsche Sportwettenverband hat seine Einschätzung zu den erwarteten Wetteinsätzen für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 veröffentlicht, bei der erstmals 48 Nationalmannschaften teilnehmen, und geht von einem Gesamtvolumen von knapp einer Milliarde Euro aus, wobei sich die Verteilung zwischen regulierten und illegalen Anbietern klar abzeichnet.
Die Verteilung der Wetteinsätze im Detail
Mathias Dahms als Präsident des DSWV nennt für den regulierten Markt ein Volumen von 600 bis 700 Millionen Euro, während der verbleibende Betrag von 300 bis 400 Millionen Euro voraussichtlich bei illegalen Anbietern landen wird, und diese Aufteilung ergibt sich aus den aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland.
Die Weltmeisterschaft 2026 startet im Juni und endet im Juli, doch Beobachter verfolgen bereits im Oktober 2026 die Nachwirkungen auf den Markt, da Nachfragen nach Wettangeboten und die Entwicklung der Spielerzahlen weiter analysiert werden.
Wachstum des Schwarzmarkts und Nutzerverhalten
Offizielle Zahlen zeigen ein Wachstum des Schwarzmarkts um 17 Prozent in jüngster Zeit, und Dahms weist darauf hin, dass etwa ein Drittel der Spieler illegale Angebote zumindest teilweise nutzt, weil bestimmte Live-Wetten durch die geltenden Regeln untersagt sind.
Diese restriktiven Vorgaben schränken die legalen Anbieter ein, während illegale Plattformen flexiblere Optionen bieten, und die Folge ist eine Verschiebung der Einsätze, die der Verband nun für die kommende Weltmeisterschaft quantifiziert hat.
Regulatorische Hintergründe und ihre Auswirkungen
Die aktuellen rechtlichen Bestimmungen verbieten unter anderem bestimmte Formen von Live-Wetten, was dazu führt, dass ein signifikanter Teil der Nachfrage in den illegalen Bereich abwandert, und Dahms betont, dass diese Entwicklung bereits in den jüngsten Statistiken sichtbar ist.
Der DSWV stützt seine Projektion auf die Teilnehmerzahl von 48 Mannschaften, die erstmals bei einer Weltmeisterschaft erreicht wird, sowie auf die erwartete Medienaufmerksamkeit, die das Gesamtinteresse an Sportwetten weiter steigern dürfte.

Ein genauer Blick auf die Zahlen offenbart, dass der regulierte Markt rund zwei Drittel der Gesamteinsätze absorbieren soll, während der illegale Sektor das restliche Drittel auf sich vereint, und diese Relation basiert auf den beobachteten Trends der letzten Monate.
Erwartete Entwicklungen bis zur Weltmeisterschaft
Die Projektion berücksichtigt sowohl die gestiegene Teilnehmerzahl als auch die anhaltende Präsenz illegaler Anbieter, die trotz behördlicher Maßnahmen weiter wachsen, und Dahms sieht hierin eine direkte Folge der begrenzten legalen Wettmöglichkeiten.
Behördliche Statistiken dokumentieren den Anstieg illegaler Aktivitäten, und der Verband nutzt diese Daten, um auf die Notwendigkeit von Anpassungen im regulatorischen Umfeld hinzuweisen, ohne jedoch konkrete politische Forderungen zu formulieren.
Schlussfolgerung
Zusammengefasst rechnet der DSWV mit einem Gesamtvolumen von knapp einer Milliarde Euro an Wetteinsätzen zur Weltmeisterschaft 2026, aufgeteilt in 600 bis 700 Millionen Euro im regulierten und 300 bis 400 Millionen Euro im illegalen Bereich, und diese Einschätzung spiegelt die aktuellen Marktbedingungen sowie die Auswirkungen bestehender Regeln wider. Die 17-prozentige Zunahme des Schwarzmarkts und die Nutzung illegaler Angebote durch etwa ein Drittel der Spieler bleiben zentrale Faktoren in dieser Prognose.