Glücksspiel-Survey Serie in Deutschland setzt sich fort mit neuen Daten aus 2024
Geschrieben von Eden Otto · 25.8.2026

Glücksspiel-Survey Serie in Deutschland setzt sich fort mit neuen Daten aus 2024

Die lange Pause bei der Glücksspiel-Survey Serie endet mit der Veröffentlichung aktueller Zahlen zum Spielverhalten in Deutschland, wobei die Erhebung aus 2024 nun online zugänglich ist und Forscher die Entwicklungen seit der letzten Welle 2019 genau vergleichen können.
Hintergründe zur Wiederaufnahme der Befragungsreihe
Experten haben die Serie nach einer Unterbrechung wieder aufgenommen, sodass die neuen Ergebnisse aus einer repräsentativen Stichprobe von 11.503 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren vorliegen und sowohl lebenszeitbezogene als auch aktuelle Nutzungsraten erfassen, während die Erhebung parallel zu früheren Wellen konzipiert wurde um Kontinuität zu gewährleisten.
Die Daten stammen aus einer methodisch abgesicherten Umfrage und stehen auf der Plattform des Glücksspiel-Surveys sowie im GESIS-Datenarchiv für weiterführende Analysen bereit, was Forschern und Behörden ermöglicht die Entwicklungen im Detail nachzuvollziehen.
Zentrale Statistiken zum Spielverhalten
Etwa 80 Prozent der Befragten gaben an, zumindest einmal im Leben geglücksspielt zu haben, während 43 Prozent dies innerhalb der vergangenen zwölf Monate taten, und diese Anteile zeigen gegenüber früheren Erhebungen keine dramatischen Verschiebungen, obwohl die genaue Verteilung je nach Spielform variiert.
Der Anteil problematischer Spieler liegt bei 0,37 Prozent und der pathologischer Fälle bei 0,28 Prozent, wobei beide Werte im Vergleich zu 2019 statistisch nicht signifikant verändert sind, was auf eine stabile Prävalenz in der Gesamtbevölkerung hinweist.

Beobachter betonen, dass die Erhebung nicht nur reine Nutzungszahlen erfasst, sondern auch differenzierte Risikogruppen identifiziert, sodass Präventionsmaßnahmen gezielter ausgerichtet werden können, während die anonymisierte Datenerhebung über GESIS-Datenarchiv langfristige Trendanalysen ermöglicht.
Vergleich mit früheren Erhebungswellen
Im direkten Abgleich mit der Welle von 2019 bleiben die problematischen und pathologischen Raten weitgehend konstant, obwohl die Gesamtnutzung in manchen Alterskohorten leichte Anpassungen zeigt, und Forscher führen dies auf methodische Konsistenz sowie auf gesellschaftliche Rahmenbedingungen zurück.
Die Stichprobengröße von über 11.000 Teilnehmern gewährleistet eine hohe Repräsentativität, was die Aussagekraft der Vergleiche stärkt, und die Online-Verfügbarkeit der Rohdaten erleichtert unabhängige Überprüfungen durch Wissenschaftler.
Ausblick auf die nächste Erhebung
Bereits jetzt wurde die Wiederholung für 2026 in Auftrag gegeben, sodass die Ergebnisse voraussichtlich Mitte des Jahres vorliegen werden und damit eine weitere Messung des Verhaltens in der deutschen Bevölkerung ermöglichen, während die kontinuierliche Fortsetzung der Serie langfristige Entwicklungen abbilden soll.
Interessierte können die aktuellen Datensätze direkt über die offizielle Survey-Plattform abrufen und ergänzende Datensätze im GESIS-Datenarchiv nutzen, um eigene Auswertungen vorzunehmen.
Schlussbetrachtung
Die Wiederaufnahme der Glücksspiel-Survey Serie liefert damit eine solide Basis für weitere Untersuchungen, und die stabilen Prävalenzwerte aus 2024 bieten einen klaren Referenzpunkt für die kommende Erhebung im Jahr 2026, die voraussichtlich im Sommer abgeschlossen sein wird.